Montag, 15. April 2019
Das liebe Geld
Da habt Ihr Frydays for future also Forderungen gestellt. Ich hab sie gehört und war ein wenig traurig. Mehr Grün - stand z. B. nicht drin, obwohl Ihr ja einen Vorgänger habt (ist inzwischen erwachsen), der alles unternimmt, daß mehr Bäume gepflanzt werden. Empfehle ich auch - es wäre aber toll, erstmal weniger Bäume und Grünpflanzen ständig abzufetzen. Unsere Wiesen und Grünflächen etwa, die überall mittels Mulchmäher zerschreddert werden. Samt dem lebenden Inhalt , wie die Insekten. Und Ihr wundert Euch daß die Insekten verschwinden. Das liegt übrigens daran, daß mit den modernen Mulchern Geschäfte gemacht werden. Für die hunderttausende kilometerlangen Straßenränder Deutschlands braucht man nur noch ein paar dicke Teleskoparmmäher, die alles wegfetzen, anstatt wie früher mit Balkenmäher , Handsensen und ganzen Trupps nur das Nötigste wegzumachen, und ansonsten die Natur ihre Aufgaben erfüllen zu lassen.
Gartenbaufirmen haben den Arbeitskräftespartrick auch raus, und vernichtet unsere Insekten auf Privatanlagen genau so, wie es die Kommunen in Parkanlagen und auf öffentlichen Grünanlagen tun. Das Grün wird getrimmt auf millimeterhöhe, und als Ausgleich stellen sie ein paar Blumenblühpötte hin. Meist unbesucht vom Bienenvolk, dessen Mitglieder schon längst im Schreddermähwerk vernichtet wurde.
Was hat das mit Klima zu tun? Viel! Denn erstens zeigt es uns, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Und zwar alle und auch hier vor unserer Tür, und nicht auf Borneo : Gedankenlos und Rücksichtslos.
Und zweitens gehts wieder ums Geld. Wer weniger und anders mäht - der spart sogar.
Im Übrigen ist die Forderung nach CO2 Ausgleich nicht so neu. Und die Vielausstosser zahlen das sowieso nicht aus Ihrer Tasche sondern geben es an die armen Verbraucher weiter. Und die an Hartz 4. Dazu später mehr.
Eigentlich wollte ich ja was anderes thematisieren, aber Ihr habt mich mit Euren Forderungen überrascht. Vielleicht könntet Ihr ja den Respekt und den vorsichtigen Umgang mit unseren grünen Mitgeschöpfen in Euer Programm aufnehmen. Nicht nur, um ihnen zu helfen, sondern sie uns. Schließlich wären wir ohne sie gar nicht da.
So kommen wir doch noch zu einer Erkenntnis : Forderungen sind wichtig, aber der respektvolle Umgang mit allem was um uns ist, wäre ein Grundgesetz.

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Mittwoch, 3. April 2019
Erkenntnis 1 - die grüne Welt
Warum ist das so ? Wir pusten unendlich viel Gift in eine Atmosphäre, die kaum 10 km hoch unsere Erde umspannt. Nur sie enthält den Stoff, den wir atmen können. Frische Luft. Ist sie vergiftet - werden wir krank und sterben. Das kann jeder ausprobieren. Einen Sack voll Papier in die Badewanne, Fenster und Tür zu , anstecken. Oder den SUV in die Garage, laufen lassen und Tor zu. Dauert nicht lange und man kippt um. Also Vorsicht. Ja - es ist sogar gefährlich, nach dem Sex im Auto einzuschlafen. Fenster zu, Dichtungen neu, Lüftungsklappen zufällig geschlossen, und es kann passieren - es war der letzte Sex. (Meist wird man aber vorher mit Kopfschmerzen wach und öffnet das Fenster) Es würde dem Liebespaar auch das Leben retten, wenn sie eine hell beleuchtete Hanfplantage hinter dem Rücksitz hätten. Nicht wegen des THCs. Nein, wegen der Photosynthese.
Und hier - liebe Freitags Demonstranten - ist der erste Hebel, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Und zwar mit Euren Forderungen an die Politik, und (viel wichtiger) jeder für sich.
Forderungen ist ja klar. Ganz vorne steht etwa das Abholzen der Urwälder. Das ist doch mal was für die etwas schlapp gewordenen Grünen. Und schon da kann man selbst was tun. Zum Beispiel bei allem was man kauft gucken - ob da Palmöl drin ist. Oder wenn neue Möbel gekauft werden. Wo kommen die her?
Und gibts da Alternativen ?
Aber noch wichtiger ist der Respekt vor unserer Haustür. Man muß wissen, das jedes grüne Blatt Kohlendioxid schluckt, und Sauerstoff abgibt. Zudem verdunstet es Wasser und sorgt für Kühlung. Also jeder Busch jede Hecke jeder Baum jede Wiese ist ein Klimaretter. Leider wird in unserer modernen Gesellschaft zu viel sauber gemacht. Da wird gemäht geschreddert gehäckselt. Sowas ist ziemlich blöde. Da könnte man leicht ansetzen. Viel mehr Grün. Viel mehr wachsen lassen. Begrünte Wände. Begrünte Dächer. Und keine Kieselgärten. Und mähen und schneiden erst im Winter, wenn die Blätter und das Gras tot sind. Ab auf den Kompost, dann wirds von Tieren verwertet und nicht gleich wieder zu CO2. Die grüne Welt kann vielleicht den großen Mist nicht retten, den der Mensch fabriziert, aber sie kann gewaltig helfen.
Helft ihr - das zu tun.

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Freitag, 29. März 2019
Eine Frage der Erkenntnis
Was wollen wir wissen ? Oder die, die demonstrieren ? Etwas läuft schief - manche merken es und wollen etwas dagegen tun.Fest steht - unser Planet heizt sich auf. Die Menschheit verbraucht zu viel Energie durch Verbrennungsprozesse und das Kohlendioxid in der Atmosphäre wirkt als Treibhausgas. Am Besten würde da helfen, wenn wir alle versuchen, mal eine halbe Stunde die Luft anzuhalten. Problem gelöst.
Leider begann das Problem schon so früh in der Geschichte der Menschheit, daß wir Menschen ähnlich systemrelevant für das Leben auf der Erde geworden sind, wie die Banken für den Markt.
Und (und das ist unendlich wichtiger) der Mensch ist spontan erkenntnisfähig. Auch wenn das selten vorkommt. Erkenntnis heißt - Zusammenhänge zu verstehen und kritisch zu prüfen. Und niemals damit aufzuhören. Erkenntnis ist aber nicht - einfach vor gedachtes nachzudenken. Denn dann wäre die Erde noch eine Scheibe.
Jeder Mensch ist fähig zur Erkenntnis. Ein Abwägung von Für und Wider. Tatsächlich schmelzen Gletscher und der Meeresspiegel steigt. Stürme und Dürreperioden. Korrallensterben. Und und und.
Man bekommt ein flaues Gefühl. Viele denken dann - die werden schon was dagegen tun -. So wie in Tschernobyl.
Greta (die nicht im Schutz des konformen Denkens lebt) hat da schon Panik. Vielleicht hat sie deswegen beschlossen, alleine zu demonstrieren. Sie hätte gerne, daß alle anderen die gleiche Panik spüren. Leider leben die meisten im Schutz des konformen Denkens. Des vorgedachten Nachdenkens.
Die Frage der Erkenntnis also ist - ist es noch nicht zu spät ! Das ist schwer zu beantworten. Wie beim Wetter. Oder beim Freitags Schule schwänzen. Fest steht - wenns schon zu spät ist - können wir alle getrost so weitermachen wie bisher - und Schule ist sowieso hinfällig !

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